Juristisches Wissen

Mein Fernstudium der Rechtswissenschaften an der Johannes-Kepler-Universität Linz begann ich 2006 nach eineinhalb Jahren Arbeit im Liechtensteinischen Landtag. Mir war klar geworden, wie wichtig juristische Kenntnisse für die politische Arbeit sind. Ich startete mit dem Ziel, mir mit der ersten Diplomprüfung ein Grundwissen anzueignen und anschließend die Vorlesungen zu hören, die jeweils aktuell zu meiner politischen Arbeit passen. 

Die erste Diplomprüfung legte ich im Herbst 2008 ab. Seither habe ich weitere Prüfungen in Völkerrecht, Europarecht, Frauenrecht und Umweltrecht abgelegt.

Die Faszination, die juristische Themen auf mich ausüben, ist ungebrochen. In den Zeiten, in denen ich beruflich genug Freiraum habe, studiere ich daheim in Liechtenstein weiter und fahre für die Klausuren ins Studienzentrum nach Bregenz.

Die Stellung der Bürgerinitiativen in österreichischen UVP-Verfahren

Meine Diplomarbeit habe ich den Bürgerinitiativen gewidmet, weil ich davon überzeugt bin, dass es den Personen, die mit den Auswirkungen großer Anlagen und Projekte leben müssen, in den Verfahren beteiligt werden müssen. Die Arbeit legt dar, dass alle Staaten Europas dazu verpflichtet sind, in einem Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit auch Personengruppen wie Bürgerinitiativen mit einem Zugang zu Gericht zu beteiligen.

Die Diplomarbeit, die ich im Mai 2015 eingereicht habe, wurde mit "sehr gut" bewertet. Download der Diplomarbeit.

Die Aarhus-Konvention verpflichtet dazu, auch Bürgerinitiativen in UVP-Verfahren zu beteiligen. Fast alle Staaten Europas sind ihr beigetreten. Im EWR-Raum fehlt einzig Liechtenstein.