Mobilität - ein Herzensanliegen

In die Politik führte mich mein Engagement gegen die Verbindung der schweizerischen und österreichischen Autobahn, die durch mein Heimatdorf führen soll. Die Route für diese Autobahnverbindung steht schon seit 1964 fest.

Da ich in Deutschland bereits in einem Dorf gelebt habe, das durch eine stark befahrene, heute 6-spurige Autobahn getrennt wird, und dort viele Kinder - auch meine Tochter - chronisch an Atemwegserkrankungen litten, war ich bereits sensibilisiert für die Gesundheitsschäden, die durch den motorisierten Verkehr entstehen. Dass die Menschen in meiner Heimat den Belastungen ausgesetzt werden könnten, die meine Tochter und ich gerade erlebt hatten, ließ mich aktiv werden.

In einigen meiner Verkehrs-Vorträge ging ich auf das Thema Gesundheit ein.

Mein Engagement gegen den Letzetunnel und für bessere Lebensbedingungen führte mich kurz nach der Jahrtausendwende in die Politik. Es ist mir ein Herzensanliegen, dieses Engagement als Vertreterin der Bürgerinitiative "mobil ohne Stadttunnel" auf gute Weise abzuschliessen und im UVP-Verfahren des Nachfolgeprojektes "Stadttunnel Feldkirch" zumindest dafür zu sorgen, dass umweltrechtliche Standards eingehalten werden. Vielleicht gelingt es uns sogar, das Monsterprojekt ganz zu verhindern. Denn mit einem S-Bahn-Ausbau und einer neuen Autobahnverbindung durch unbesiedeltes Gebiet im mittleren Rheintal könnten die Menschen in den Siedlungsgebieten enkeltauglich entlastet werden.

2011 besuchte ich auf meiner 5-wöchigen Radtour quer durch Deutschland das Biosphärenreservat Elbe-Flusslandschaften.

Vielfältig mobil sein

Ich vertrete die Überzeugung, dass jede und jeder von uns vielfältig mobil sein sollte. Mit einem Mix aus zu Fuss gehen, Rad, Bus und Bahn oder auch Auto fahren kann man umweltfreundlich unterwegs sein.

Als begeisterte Radfahrerin lege ich mit meinem E-Bike jedes Jahr etwa 5000 km zurück. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich auf diese Weise im Business-Look und nicht verschwitzt zu Sitzungen fahren kann. Auch bei größeren Einkäufen und bei starkem Föhn-Wind bin ich locker und gut gelaunt unterwegs. Jede Radfahrt ist für mich ein Erholungsweg, nie ein Arbeitsweg.

Mein Auto, auf das ich im ländlichen Liechtenstein doch immer wieder angewiesen bin, fährt mit Erdgas. Da ich viel in Vorarlberg unterwegs bin, habe ich dort einen ÖV-Jahreskarte. Meine Freunde in Deutschland besuche ich am liebsten mit der Bahn.

 

Mein Erdgasauto war mehrere Jahre ganz vorne auf der VCS-Liste der umweltfreundlichsten Autos. Auch heute noch fahre ich ein Erdgasauto - einen VW Golf.